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Freitag, 27 September 2013 14:41

Das (fast) papierlose Büro und trotzdem muss ein neuer Drucker her!

 Es ist eine Krux mit den Druckern. Unser Büro ist mit Druckern gut ausgestattet. 1 Color Laser HP 4650 stampft seit Jahren zuverlässig die paar Rechnungen, da wir unser Office im Privathaus haben, drucken auch ab und an die Kids notwendige Hausübungsvorlagen mit Vorliebe am Color Laser. Für einfache Drucke wäre da noch ein Hp Laserjet 4200, der seit Jahren nach dem Maintenance Kit schreit, aber immer noch zuverlässig seine Dienste tut. Wir drucken immer weniger. Das letzte Papier wurde vor 6 Jahren in einer größeren Menge besorgt, die vorhandene Menge reicht noch eine Weile. Kunden - Rechnungen verschicken wir fast nur mehr zur Gänze per eMail, gedruckt werden hauptsächlich Lieferscheine und Saldenlisten :-) beim Jahresabschluss.
Man könnte meinen, gut ausgestattet, es sollte reichen. Es nervt trotzdem. An einem 12 Stunden Arbeitstag druckt der Laserjet seine 2 Stück A4 Rechnungen und ist zu 99,9999% im "Ruhezustand". Ruhezustand will heissen, er verbraucht weniger Strom als sonst, aber immer noch sehr viel. Muss ich nun etwas drucken, braucht es geschlagene 3 Minuten, bis der Drucker einsatzbereit ist, druckt die Rechnung und versucht sich in den folgenden 20 Minuten wieder Schlafen zu legen. Ein Irrsinn. Um diesen Wahnsinn halbwegs in den Griff zu bekommen, hängen die Drucker über unsere Hausautomation am Schalter. Der Druck ist dann auch nicht schneller, das Gegenteil ist der Fall, so zumindest ersparen wir und den Weg zum Drucker und sparen Energie. Es ist eine praktische Erweiterung, jedoch weit entfernt von einer sinnvollen Lösung.
So reifte der Entschluss, einen Tintenstrahler fürs Büro anzuschaffen. Am besten einen schnellen Office Tintenspritzer mit einer Scan - Einheit, Lan Anschluss und AirPrint. Gute Erfahrungsberichte und ein unvoreingenommen sympathischer Ersteindruck lies die Wahl auf einen Epson Workforce WP-4515 fallen.

Nun steht er hier.

 

 

Meine Eindrücke:

Hardware:

Eine große Kiste. Macht einen hochwertigen Eindruck.

Installation:

Großes Teil, dafür braucht man einen guten Platz. Ausgepackt ist in ein paar Minuten, weitere 5 Minuten die Transportschutzkleber entfernen. Papier einlegen, Drucker an Strom hängen und einschalten. Die Patronen einlegen. Das sind wirklich Patronen bei diesem Drucker - riesige Teile. Mal sehen wie viel Luft da mit verpackt wurde. Das einlegen der Patronen ist ein Kinderspiel, bei manch anderen Druckern hat mich das Gefummel sehr genervt. In Summe brauchte die Inbetriebnahme 15 Minuten. Nach dem Einlegen der Patronen braucht der Drucker 20 Minuten um sich auf die zukünftigen Anforderungen einzurichten - Epson nennt das Initialisierung…

Drucker mit LAN Kabel ans Netzwerk gesteckt, am Mac rechte es im Drucken & Scannen Systemsteuerungsmodul auf das Plus Zeichen zu klicken und der Drucker installierte sich von Alleine. Drucken und Scannen lief ab diesem Zeitpunk perfekt. Auch der Druck über iOS funktionierte hervorragend ohne auch nur irgendetwas am iOS Gerät einstellen zu müssen.

Am Android Tablet und Telefon hab ich dann die Epson Print Software aus dem Play Store geladen und installiert. 10 Sekunden später konnte ich drucken und auch Scannen. Hervorragend. Android hat leider keine direkte Druckfunktion, ich muss also den Umweg über Epson`s Print Software gehen. Nicht schön aber (für mich) ausreichend.

Am iPhone/iPad brauch die Epson Print Software nur zum Scannen, da iOS den Drucker direkt ansprechen kann. Scannen geht über iOS leider nicht vom System aus. Auch zu verschmerzen. Hab gar nicht daran gedacht übers Smartphone etwas scannen zu wollen, aber da es jetzt super funktioniert, warum nicht?

Unter Windows 7 war die Installation auch (fast) ohne Probleme. Ohne CD geht da nichts. Das dauert ein paar Minuten, nämlich 20 Minuten, bis der ganze Kram am Windows Rechner installiert ist. Wie gesagt, absolut nicht schwer, aber meilenweit von der Benutzerfreundlichkeit und MacOS entfernt. Leider. Die Installation der Epson Software Suite unter Mac spar ich mir, wüsste jetzt nicht wozu.

Druckgeschwindigkeit:

Drucker schlummert, ich schick einen Druckauftrag, wie lange dauert es im Vergleich zu unserem HP Laser bis ich das Blatt bedruckt in der Hand halte?

Rechnung aus Filemaker drucken:

Epson    23 sec                    HP 19 sec

Drucker ist ausgeschalten, einschalten, Druckjob

Epson    32 sec                    HP 2min und 12sec

Natürlich, das ist der Bauart und Drucktechnik geschuldet. Dies ist aber auch der Grund, warum der Drucker bei uns so ungern ausgeschalten wird. Ein ökologischen Nonsens.

Dazu passend diese Messwerte:

Stromverbrauch im Energiesparmodus:

Epson     5W                        HP 28W

Drucker AUS:

Epson     1W-2W                    HP 0W

Drucker im Druckbetrieb:

Epson    15W-21W                    HP 600W-900W ( ein echter Schluckspecht )


Ok , soweit das erwartete Ergebnis. Die Relation der Verbrauchsmaterialkosten ist auch noch zu beachten, wobei ein Color Laserdrucker hier natürlich der blanke Wahnsinn ist. Neben den teuren Toner Kosten kommen noch alle paar Jahre Kosten für Belichter und dergleichen. Das spar ich mir hier. Alleine ein Fixiereinheit für den Laser kostet so viel wie ein neuer Epson Tintifax 4515.

Unter ausschließlicher Berücksichtigung der Toner bzw. Tintenkosten ergeben sich Seitenpreise von:

Epson 0,058 (€ 530)                        HP 0,039 (€ 350)
Epson die 3400 Seiten Patronen            HP die 8000 Seiten Toner

Fazit: Für größere Druckjobs und besondere Drucke wird in Zukunft immer noch der HP Laserdrucker verwendet. Für den täglichen Kleinmist nur mehr der Epson. Es bleibt ein gutes Gefühl.

 

Gelesen 1302 mal Letzte Änderung am Freitag, 27 September 2013 17:43